Samstag, 30. April 2016

H&M, Douglas & Co.: Bald müssen wir für Plastiktüten zahlen

Sobald man in einem Klamotten-Laden etwas kauft, gehört es dazu, dass man auch eine Plastiktüte für die Sachen bekommt. Dass die nicht sonderlich umweltfreundlich sind, ist den meisten sicherlich bewusst. Deswegen haben jetzt verschiedene Einzelhändler einen Entwurf des Deutschen Handelsverbands unterschrieben, in dem sie zusagen, keine kostenlosen Plastiktüten mehr anzubieten - und das kommt vor allem der Umwelt zugute.



Ab dem 1. April 2016 rechnet der Handelsverband Deutschland damit, dass 60 Prozent der Plastiktüten kostenpflichtig werden, so Stern.de. Ein Sprecher von H&M verriet auf Nachfrage: ,,Wir haben den Entwurf des Deutschen Handelsverbands unterschrieben und begrüßen das Bestreben, die Kunden auf diese Weise für einen bewussteren Umgang mit Ressourcen zu sensibilisieren. Wir bieten derzeit die Einführung eines solchen Abschlags für Plastiktüten für unsere deutschen Geschäfte vor. Weitere Details können wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht nennen."

Laut einer Umfrage der ,,Bild``-Zeitung sollen bei C&A die Tüten dann 20 Cent kosten. Auch Media Markt, Saturn, Takko, Thalia, der Schuhhändler Görtz, Peek & Cloppenburg und Douglas wollen nachziehen - bei manchen wird es eine Gebühr geben, andere wollten die Plastiktüten durch Papiertüten ersetzen. Bei Tchibo kostet die Tüte eh schon 20 Cent und bei Rossmann mindestens 10 Cent.

Warum kommt jetzt so eine Änderung?
Durch eine neue EU-Richtlinie sind Mitgliedstaaten dazu verpflichtet, ihren Verbrauch von Plastiktüten pro Einwohner zu senken - wir verbrauchen etwa 71 Plastiktüten pro Kopf, dass soll bis 2026 auf 40 Stück reduziert werden. Bis jetzt ist der Entwurf eine Selbstverpflichtung der Unternehmen - ob es allerdings auch bald ein Gesetz dazu geben wird, schließt die Umweltministerin Barbara Hendricks nicht aus.